Mann und Frau am Strand

Hörgerät und Windgeräusche: ab sofort kein Problem mehr!

Artikel aktualisiert am 22.10.2020

Zählen Sie ebenso zu den Personen, welche sich gerne bei jedem Wetter im Draußen aufhalten? Dann haben Sie sicherlich schon bemerkt, dass gelegentlich der Wind laut durch Ihr Hörgerät bläst – die bekannten Windgeräusche.

Ungeschützte Mikrofone sind verstärkt den Windgeräuschen ausgesetzt

In der heutigen Zeit gelten Hörgeräte als wahre Multitalente. Es ist möglich, sie ebenso in der freien Natur zu tragen. Ganz egal, ob Sie im Gebirge wandern, an einem See oder Meer einen Spaziergang machen oder morgens Joggen gehen, natürlich führen Sie dabei Ihre Hörgeräte mit.

Die Hörgeräte trägt man häufig hinter der Ohrmuschel oder oben auf. Die zwei Mikrofone befinden sich unmittelbar unter der Gehäuseschale, sodass sie die Windgeräusche direkt aufnehmen. Dadurch wird es im Hörbereich möglicherweise richtig laut. Das kann das Unterhalten besonders erschweren.

Der versteckte Fellanzug

Wenn ein Reporter im Draußen seinen Gesprächspartner interviewt, schützt er sein Mikrofon mit einem dicken Fellüberzug. Würde er das nicht tun, dann verständen wir im Fernsehen kein Wort, sondern hören stattdessen lediglich ein heftiges Rauschen.

Sicherlich könnte man die Hörgeräte auch mit einem angenehmen Fellanzug ausstatten. Allerdings wäre das weder komfortabel noch hübsch. Zudem würde der Windschutz von jedem gesehen werden. Aus diesem Grund ist ein virtueller Fellüberzug in den modernen Hörgeräten integriert.

Als Erstes muss man den Wind identifizieren, sodass die Wirkung der Windgeräuschunterdrückung erfolgen kann. Das geschieht besonders zuverlässig, da die Verwirbelungen an den Mikrofonen ein völlig eigenes, charakteristisches Muster erzeugen. Wenn das Hörgerät den Wind erkannt hat, sind zwei Verfahren möglich, damit dieser unterdrückt wird.

Hörgerät und Windgeräusche: Zähmung des Windes

Bei dem ersten Verfahren wird als Erstes ein Mikrofon ausgeschaltet, sodass schon am Eingang zum Hörgerät eine Verringerung der eintretenden Schallmenge erfolgt. Weiterhin findet das Leiserstellen der tiefen Töne statt, da in erster Linie Windgeräusche im Tieftonbereich vorkommen. Damit gilt der Wind nicht mehr als störend. Der Lautstärkeeindruck ist zudem viel komfortabler.

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Im Hörgerät Windgeräusche reduzieren und Sprache anheben

Mit dem zweiten und neueren Verfahren geht man noch einen Schritt weiter. Hier wird sowohl für einen guten Hörkomfort als auch für ein optimiertes Sprachverstehen gesorgt. Fast immer kommt Wind auf einer Kopfseite deutlich stärker vor im Vergleich zur anderen. Das heißt, dass auf einem Ohr der Wind störend und besonders laut wahrgenommen wird, während auf der anderen Seite das Sprachsignal noch ziemlich deutlich ankommt.

Nun tritt die Funkverbindung zwischen dem linken und dem rechten Hörgerät auf den Plan. Auf der einen Seite wird das Ausgangssignal mit dem hervorragenden Sprachsignal auf die andere Seite des Kopfes herüberkopiert. Im anderen Hörgerät erfolgt also einfach eine Überschreibung des Windes, der somit nicht mehr als störend empfunden wird. Im Übrigen erfolgt das Erkennen und Kopieren binnen von Sekundenbruchteilen.

Dadurch können Sie sich weiterhin ganz frei bewegen. Wenn Sie weiterlaufen oder Ihren Kopf drehen und der Wind von der einen Seite zur anderen wechselt, stellt sich das Hörgerät pfeilschnell darauf ein.

Das bedeutet, dass Sie überhaupt nichts weiter tun müssen, damit die Windgeräuschunterdrückung genutzt werden kann. Sie brauchen diese bei Ihrem Hörakustiker lediglich einmal aktivieren und dabei an Ihre Bedürfnisse anpassen lassen. Dann funktioniert die Windgeräuschunterdrückung vollautomatisch.

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